GRUND & BODEN

Eine performative Bodenrichtwertpromenade durch Kirchheim unter Teck

von Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck

Aktionstag in der Kirchheimer Innenstadt

Samstag 11. September 2021

Planierwalzendruck LIVE von 10 – 13 Uhr

Start am Otto-Ficker-Areal

  • Endpunkt vor dem Kornhaus, Max-Eyth-Str. 19

Standortabfrage unter M. 0173/ 8360238

Kaufen sie Grund und Boden für den guten Zweck!

Die Hälfte des Erlöses der bei der Performance entstandenen Drucke geht an den Aktionskreis »Starkes Kircheim – Allen Kindern eine Chance«.

Die Ergebnisse der Druck-Aktion werden vom 13.09 – 30.09.2021 in den Vitrinen der Städtischen Galerie, in den Arkaden des Kornhauses ausgestellt.

GRUND & BODEN

Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck – sind ein künstlerisches Familienunternehmen, das quadratmeterweise mittels Planierwalzen, Pigmenten und schwerem Büttenpapier den Grund und Boden abbildet. Dabei entspricht der Wert der Drucke genau dem Bodenrichtwert vor Ort.

Denn nicht der Künstler – die Lage macht den Preis!

Sichtbar wird dadurch nicht nur die Schönheit des Bodens sondern zugleich auch seine einzigartige Beschaffenheit, seine schwäbische Besonderheit und sein real erzielter Preis, den man für den Erwerb vor Ort auszugeben bereit ist.
Grund und Boden untersucht dabei die entstandenen Gefälle zwischen Zentrum und Peripherie. Das gilt ebenso lokal wie global. Die Preise und Werte von Kiel bis Kirchheim unter Teck, Wasserburg am Inn bis Paris an der Seine, weisen dabei partiell astronomische Differenzen auf!

AUSSTELLUNG

Vom 1. – 12. September 2021 kann man ausgewählte Drucke aus anderen Städten in den Schaufenstern der Kornhausarkaden sehen.

Vom 13.-30. September 2021 werden die in Kirchheim entstanden Bodenrichtwert-Drucke in den Schaufenstern gezeigt.

Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck
http://www.tfiftytwo.de

Ein Projekt des Kunstbeirates der Städtischen Galerie im Kornhaus
im Rahmen des »Kirchheimer Sommer 2021.

VEIT STRATMANN

Veit Stratmann
Module für Kirchheim
Intervention im öffentlichen Raum

PROJEKTSTART
Sonntag, 16. Mai 2021

Aufgrund der aktuell geltenden Coronavorschriften kann am Sonntag, 16. Mai 2021 leider keine offizielle Eröffnung der Ausstellung „Module für Kirchheim“ von Veit Stratmann stattfinden.
Der Künstler steht jedoch für Einzelgespräche in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr vor der Städtischen Galerie im Kornhaus zur Verfügung und freut sich auf Ihr Kommen.


Verlängerung der Ausstellung bis Sonntag, 31. Oktober 2021

FINISSAGE:
Künstlergespräch mit Veit Stratmann und Dr. Heiderose Langer
Samstag, 30. Oktober, 17.00 Uhr 
Treffpunkt: Vor dem Kornhaus

Dauer der Ausstellung
16. Mai bis 31.10. 2021

Standorte der 10 Module im Stadtzentrum von Kirchheim unter Teck:

Max-Eyth-Haus
Postplatz
Alter Teckbote
Rathaus
Schlossplatz
Schlossgraben
Wachthaus
Dettinger Straße
Turmstraße
Max-Eyth-Straße


Veit Stratmanns künstlerische Intervention umfasst 10 formidentische Sitzmodule, die an verschiedenen Standorten einzeln in der Kirchheimer Innenstadt fest im Boden verankert werden und sich als Angebote zum Innehalten und Sitzen verstehen.

Die Module bestehen aus galvanisiertem Stahl. Rückenlehne und Sitzfläche sind gleich große Stahlblechelemente, konstruiert aus zwei gegeneinander geschweißte „Hohlschalen“. Diese Module sind einerseits einfache, auf das technisch Notwendige reduzierte Formobjekte und damit unauffällig. Andererseits sind sie durch ihre Höhe, die orangefarbene Lackierung der Sitzflächen und der Rückenlehnen sowie ihre Einzelstellung sehr sichtbar und auffallend. Ein Passant kann bei seinem Gang durch die Innenstadt mehreren Modulen nacheinander begegnen, sie wahrnehmen und eine Verbindung zwischen ihnen herstellen. Damit werden die Module zu Ankerpunkten einer neuen innerstädtischen Struktur, zu einem immateriellen Netz aus Wegstrecken, Blickrichtungen und Erinnerungen. Und da jeder Besucher der Innenstadt den Modulen in unterschiedlicher Geschwindigkeit, auf verschiedenen Wegen und in anderer Reihenfolge begegnet, kann das Netz, trotz seiner Verankerung, eine Vielzahl diverser Formen annehmen. Mit jedem Gang durch die Innenstadt ziehen Passanten neue Stränge in das Netz, verändern und verdichten es aktiv. (Heiderose Langer)

Abb. Urbane Intervention: Veit Stratmann, L’élément pour la ville/ Element für die Stadt, Karlsruhe 2002.

Weitere Informationen zu VEIT STRATMANN:

http://www.residencyunlimited.org/veit-stratmann-to-be-featured-in-the-project-room-seattle/
https://transverse-art.com/oeuvre/les-sols-serie
https://www.museum-folkwang.de/de/aktuelles/ausstellungen/archiv/veit-stratmann.html

DOWNLOAD Einladungskarte VEIT STRATMANN in Kirchheim unter Teck

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von den Modulen und wie Sie diese nutzen!

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Mit der freundlichen Unterstützung des Bureau des arts plastiques des Institut français und des französischen Kulturministeriums.

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MARK FORMANEK

Standard Time
13. – 20. Dezember 2020, 24-Stunden-Videoprojektion
Max-Eyth-Str. 38, Kirchheim unter Teck

Standard Time ist die Dokumentation einer 24-stündigen Performance des Berliner Künstlers Mark Formanek. Parallel zur Echt­zeit fertigten im Jahr 2007 siebzig Akteure eine 4 x 12 Meter große fort­lau­fen­de di­gi­ta­le Zeit­an­zei­ge aus Holz­bret­tern: 1611 Um­bau­ten in 24 Stun­den, die lü­cken­los auf­ Video aufge­nom­men wurden. Wer sich Stan­dard Time an­sieht, sieht eine Uhr­zeit, aber auch Men­schen, die diese Zeit­an­zei­ge bauen. So fallen die Entstehung der Zeitanzeige mit der Anzeige der (Real)Zeit im Video zusammen.
Standard Time ist eine Arbeit des Künstlers Mark Formanek, realisiert durch die Medienagentur Datenstrudel.

Abbildungen: ststs, 24-Stunden-Projektion, Max-Eyth-Str.38, Kirchheim unter Teck

Fotos: © ststs 2020

PRESSE:

DER TECKBOTE (Kai Bauer) vom 18.12.2020


DER TECKBOTE (pm) vom 8.12.2020


TECKTOPISCH

TECKTOPISCH ist eine Stadterkundung
des postgraduierten Studiengangs
KUNST & ÖFFENTLICHER RAUM / ÖFFENTLICHE HANDLUNGSFELDER
Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
in Zusammenarbeit mit der
Städtischen Galerie & Museum im Kornhaus, Kirchheim unter Teck.
10. Juli – 19. September 2010

Mehr Informationen: https://tecktopisch.wordpress.com/

Nach mehrmonatigen Recherchen in der Teckstadt entwickelten die StudentInnen Projekte, in denen verborgene historische und archäologische Strukturen oder auch unbeachtete (Alltags-)Phänomene thematisiert werden, wie beispielsweise in Julia Karmanns ortsspezifischen Arbeiten „Andere Räume“ oder in den von Geraldine Frisch durchs Fernrohr zu fokussierende „Juckepunkte“ der schwäbischen Kleinstadt.

Die Frage nach unterschiedlichen Ethnien, Lebensformen und gesellschaftlicher Integration werden in der „Oral Statement Drawing Series 2009 – 2010“ von Dongwhan und Haejun Jo bearbeitet, die auf Interviews mit ehemaligen Aussiedlern basieren, sowie im Rollenspiel von Rainer Schenk „Herr Selcuk könnte es nicht besser machen“, bearbeitet. Auf die im Stadtraum platzierten Skulpturen, Denkmäler und Brunnen, die zahlreichen öffentlichen Möblierungen, sowie die privatwirtschaftlichen Requisiten und Icons, die im Zuge der Kommerzialisierung die Strassen und Plätze bevölkern, reagieren Veronika Hammerl und Michael Dietlinger mit poetischen und sozialkritischen Audioinstallationen.

Während Veronika Hammerl städtische Objekte zum Sprechen bringt, reagiert Chris Weiss auf die identitätsstiftende Bronzeskulptur „Pannonia“ mit handlungs- und körperbezogenen Kommentaren.

Während der Sommermonate nutzen Hegemans & Hüter die Organisationsstruktur und Öffentlichkeit traditionsreicher Stadtfeste. Zu städtischen Ereignissen erstellt das Künstler- und Architektenteam flexible temporäre Bauten, in denen ein „Street Kino, ein „Chill-Lounge-Kino“ und eine „Peep Show“ angeboten werden. ( 30.7., 20.8. und 3.9. 2010)

Die mit „tecktopisch“ charakterisierten Projekte werden sowohl in der Innenstadt Kirchheims als auch in der Städtischen Galerie (EG) und im Museum im Kornhaus zu sehen sein: Für Nina Walser und Almut Reichenbach liefern museale Exponate wichtige Impulse für installative Arbeiten wie beispielsweise für das mit Lebensmitteln nachgebaute Stadtmodell (Walser), das entweder bei der Eröffnung vertilgt oder sich anschließend selbst auflösen wird. Mit haarigen Implantaten im Museum und in der Innenstadt kommentiert hingegen Almut Reichenbach die von Frauenhand in häuslicher Fron gestalteten Haarbilder, die im Museum als Erinnerungsfetische an verstorbene Person ausgestellt sind.

Bereits ab 1. Juli 2010 finden sowohl in der Innenstadt Kirchheims als auch in der Peripherie der Teckstadt Aktionen statt: Jakob Friedl umkreist und durchkreuzt mit einem umgebauten Fahrrad, auf dem ein Zeichenbrett montiert ist, das Stadtgebiet. Wie ein Seismograph zeichnet er topografische Veränderungen und Unebenheiten auf. Die Aufzeichnungen der mehrtägigen Geländeuntersuchung werden in der Kornhausgalerie gezeigt. Eine Woche lang (1. – 7. Juli) führt die Koreanerin Ji Hye Han die partizipative Aktion „Absorptia“ in der Innenstadt durch, bei der die Passanten gebeten werden einen Beitrag /Äußerung an ihrem haftenden Kleid anzukleben. Die tagebuchartigen Körperhüllen werden ab dem 9. Juli in den Schaufenstern der Kornhausgalerie zu sehen sein. Am 8. und 9. Juli führt Gang Zhou ab 11 Uhr ein chinesisches Geburtstagsritual in der Innenstadt Kirchheims auf, um an das Alter der Stadt und an die Eröffnungsveranstaltung im Kornhaus zu erinnern.

Wie die Entstehung einer Stadt, entwickelt sich auch das Projekt TECKTOPISCH langsam, von der Planung /Konzept bis hin zu ersten realisierten Arbeiten und Aktionen. Die Eröffnungsveranstaltung am 9. Juli stellt innerhalb des Gesamtprojekts nur ein erstes Zwischenergebnis vor, das durch weitere Projekte, Aktionen und Installationen ständig ergänzt und aktualisiert wird. Weitere Veranstaltungen, die während der Ausstellungsdauer 10. Juli – 19. September 2010 statt finden, entnehmen Sie bitte dem Faltblatt.

Die Stadterkundung TECKTOPISCH wurde kuratiert von Simone Decker und Susanne Jakob, in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv, dem Städtischen Museum im Kornhaus, dem Kulturamt und dem Amt für Stadtentwicklung Kirchheim /Teck, sowie der Klasse für künstlerische Konzeptionen (Prof. Decker), der Bildhauerklasse (Prof. Ottmar Hörl), der Klasse für Schmuckgestaltung (Prof. Mayer) und der Klasse für Graphik/Kommunikationsdesign (Prof. Girst/Prof. Felten), AdBK Nürnberg.
Grafische Projektbegleitung und Gestaltung: Lea Hoerl und Kai Schmitzer, AdBK Nürnberg

Pressetermin: Donnerstag, 8. Juli 2010, 11.00 Uhr

Eröffnung: Freitag 9. Juli 2010, 19.00 Uhr
Foto: STADTREINIGUNG  –  AKTION ZU „SAUBER & SICHER“, 3/2020 © Susanne Jakob

HANS PFROMMER IM MICROSSAGE

Die letzte Veranstaltung 2020 ist eine Ausstellung mit Werken von Hans Pfrommer in einem zum Ausstellungsraum umgebauten Wohnwagen, abgestellt auf der Ausgleichsfläche im Bürgerpark vom 1. bis 4. Oktober.

Headerfoto: Microssage © Osvath/Preuß

Eröffnung Hans Pfrommer „daheim“ in der Microssage am 1.10.2020, 18-20 Uhr
Fotos: © Florian van het Hekke, Susanne Jakob und ststs.

Hans Pfrommer
< daheim >

Malerei und Zeichnung von Hans Pfrommer
im Microssage, einem mobilen Ausstellungsraum von Steffen Osvath und Liane Preuß.
auf der Ausgleichsfläche der Städtischen Galerie im Kornhaus im Bürgerpark.
Dauer: 1.10.– 4.10.2020

Eröffnung am Fokustag der KulturRegion
Donnerstag, den 1.10.2020, 18 -21 Uhr

Festrede von Timo Brunke
mit einer musikalischen Performance von Hans Pfrommer und Armin Subke

Begleitprogramm
Samstag, 3.10.2020, 15:00 Uhr
Führung mit Monika Schaber (Kunstbeirat)
Sonntag, 4.10.2020, 16:00 Uhr
Finissage mit dem Künstler

Angeregt durch das Festivalthema der KulturRegion Unter Beobachtung. Kunst des Rückzugs präsentiert der Kunstbeirat der Städtischen Galerie im Kornhaus “daheim” von Hans Pfrommer im Bürgerpark der Stadt Kirchheim. Der ungewöhnliche Ort als Plattform für öffentliche Aktionen ging aus einem von den Künstlern Dellbrügge/de Moll 2019 realisierten Projekt 2019 hervor: Mit der Gestaltung einer Ausgleichsfläche in Galerieraumgröße unter Verwendung von Recycling-Material reagierte das Künstlerduo auf die bevorstehende Schließung des Kornhauses. Dort nun wird vom 1. bis 4. Oktober ein zum mobilen Ausstellungsraum umgebauter Wohnwagen aufgestellt und für vier Tage eine Auswahl von Werken von Hans Pfrommer beherbergen und dabei zum Besuch dieser ungewöhnlichen Situation einladen.
Der Tabbert 5000-Wohnwagen wurde von den unter dem Namen „Microssage“ firmierenden Betreibern in einen Showroom und einen Loungebereich gegliedert und bietet den perfekten Rahmen für die kleinformatigen realistischen Gemälde und Zeichnungen des Stuttgarter Malers, der mit feinsinnigem Humor und spitzer Ironie die Absurditäten des Alltäglichen einfängt. In unvergleichlicher Art paaren sich Melancholie, Pathos und Satire in seinen Bildern. Die hintersinnigen, ironisch-lapidaren, beigefügten Titel haben dabei einen nicht unwesentlichen Anteil und so liegt es nahe, dass auch das gesprochene Wort bei der Eröffnung der Ausstellung eine Rolle spielen wird. Die einführende „Festrede“ wird von dem in Kirchheim aufgewachsenen und durch Poetry-Slam bekannt gewordenen Wortkünstler Timo Brunke gehalten. Hans Pfrommer wird im Anschluss gemeinsam mit dem Malerkollegen und Musiker Armin Subke eine musikalische Performance zum Besten geben.

Microssage ist ein mobiler Ausstellungsraum unter Konzeption und Durchführung von Steffen Osvath und Liane Preuß. http://www.microssage.de

Hans Pfrommer (*1969) hat an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert. Er erhielt international anerkannte Stipendien, wie zuletzt „Cité Internationale des Arts“ in Paris. Er hatte Einzelausstellungen beispielsweise in der Galerie der Stadt Backnang, im Schloss Donzdorf und der Galerie Emmanuel Walddorff in Köln und nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen teil. Seine Werke sind unter anderem in der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart und der Kulturstiftung der ZF Friedrichshafen AG vertreten.

Timo Brunke (*1972) ist nach einem Studium der evangelischen Theologie und einer Schauspiel- und Sprecherausbildung als freischaffender Wortkünstler tätig. Er hat Auftritte im In- und Ausland, auf Theater-, Musik- und Literaturbühnen.
http://www.timobrunke.de

Öffnungszeiten
Donnerstag, 1.10. 18-21 Uhr,
Freitag bis Sonntag, 2.10. – 4.10.2020, jeweils 11-18 Uhr

Abb.2: © Hans Pfrommer

KURT LAURENZ THEINERT & THOMAS MAOS

Der Kunstbeirat der Städtischen Galerie im Kornhaus
präsentiert am Rollschuhplatz

„Klang-Licht-Spiele“
mit Kurt Laurenz Theinert & Thomas Maos

Samstag, 12.9.2020, 21:00 Uhr 
Dauer: ca. 40 min.

Einlass: um 20:45 Uhr

Header:© Kurt Laurenz Theinert
Fotos: © Kurt Laurent Theinert und © Torsten Wenzler

Thomas Maos und Kurt Laurenz Theinert spielen gerne, der eine mit seiner Gitarre und der andere mit Licht. In freien Improvisationen verwandeln sie den Rollschuhplatz in einen Kosmos aus Farben, Mustern, Klängen und Rhythmen. Klingt harmlos, ist aber überwältigend! Balken aus weißem Licht verformen, rastern und überlagern sich, werden farbig, tanzen, werfen Netze aus, reagieren auf die Geräusche und Klänge, führen aber auch über sie hinaus.
Kurt Laurenz Theinert ist Live-Licht- und Medienkünstler. Seine „visual piano“ Performances werden auf der ganzen Welt gezeigt. Von Sao Paulo, London, Sydney, Berlin über New York bis Singapur. Er schafft mediale Lichträume – live, abstrakt und raumfüllend – mit 360° Panorama-Projektionen. Das Besondere: Es gibt keine technische Verbindung zwischen Bild und den anderen beteiligten Künstlern. Der Dialog ist reine Improvisation, er erfolgt direkt und spontan. Möglich wird dies durch das das weltweit einzigartige Instrument »visual piano«, das Kurt Laurenz Theinert in Zusammenarbeit mit Philipp Rahlenbeck erfand und das ihm ermöglicht, ohne die Verwendung von vorgefertigten Clips, Räume mit Linien, Objekten und Farben in Echtzeit zu füllen.

Thomas Maos bewegt sich zwischen populärer und experimenteller, komponierter und frei improvisierter Musik. Seit über 20 Jahren arbeitet er mit Musikern, Schauspielern, Theatern, Lichtkünstlern und Tänzern in interdisziplinären Projekten zusammen.
Sein 1999 gegründetes CAMP-Festival war mehrfach im Ausland zu Gast (Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Italien, Portugal) und wurde 2013 auf die Kunstbiennale in Venedig eingeladen. Für den mehrfach ausgezeichneten Gitarristen (Stipendium Kunststiftung Baden-Württemberg, Schloss Solitude Stuttgart, Baden-Württembergischer Theaterpreis 2017) steht die Arbeit am Klang im Vordergrund. Seine Leidenschaft ist die elektro-akustische Musik und die Erweiterung deren Klangspektrums, hier kongenial die Lichtregie Theinerts begleitend.

Die extra für Kirchheim und die Bastionsmauer konzipierte Vorstellung wird am Abend des 12.09. im Rahmen des Kirchheimer Kultursommers 2020 vom Kunstbeirat der Städtischen Galerie Kirchheim unter Teck veranstaltet.
Der Kunstbeirat nutzt die Zeit des Umbaus der Städtischen Galerie im Kornhaus, um bildende und darstellende Kunstformen an verschiedene Orte der Stadt zu bringen.

Header Foto: © Kurt Laurenz Theinert

ANTON PETZ

HINWEIS

Wegen der Ausbreitung der CORONA-2-Pandemie musste der Kunstbeirat der Städtischen Galerie im Kornhaus die im März 2020 geplante Ausstellung von ANTON PETZ auf März 2021 verschieben.
Die ursprünglich geplante Präsentation des malerischen Werks von Anton Petz findet nun vom 20. März bis 12. Juni 2021 in abgewandelter Form als begehbare Ausstellung in den Schaufenstern der Galerie im Kornhaus und in den Fensteröffnungen zur Max-Eyth-Str. statt.

In seinem Essay „Ornament der Masse“ schreibt der deutsche Soziologe Siegfried Kracauer (1889-1966) am Ende der Weimarer Republik (1927), dass „die Untersuchung alltäglicher Phänomene und Praktiken der Alltagskultur Einsicht in die Verfasstheit einer bestimmten Ära ermöglichen“.

ANTON PETZ
CON:TEXT

Eine Installation mit medienbasierten Bildern
in den Arkaden der Städtischen Galerie im Kornhaus

20.03.-12.06.2020

Normalerweise malt Anton Petz großformatige Ölbilder, die entindividualisierte, gesichtslose Massen in unterschiedlichen räumlichen Konstellationen zeigen: Menschengruppen, schemenhafte Figuren, manchmal auch nur Silhouetten, die dicht gedrängt in Booten sitzen, sich im Parkett der Börse um die Daily News scharen oder in losen, ungeordneten Formationen öffentliche Plätze, Parks und Straßen okkupieren. Häufig handelt es sich um (Nach)Bilder von Fotografien, die bereits in ähnlicher Weise über analoge und digitale Medien verbreitet wurden.


Anstatt die gemalten Bilder im Ausstellungsraum der Städtischen Galerie zu zeigen, überträgt Anton Petz seine Bildmotive mittels digitaler Verfahren auf großformatige Planen und versetzt die gesamte Ausstellung „coronagerecht“ in die Arkaden des Kornhauses. Für drei Monate verwandelt der in München lebende Maler diesen architektonischen Kontext in eine begehbare Open-Air Galerie. Auf zwei voneinander getrennten räumlichen Ebenen werden gesellschaftspolitisch brisante Fragen mit Bildern von globalen Konflikten, demonstrierenden Massen und schicksalshaft zusammengeworfenen Menschengruppen kombiniert, die sich als sprachlose Individuen selbst organisieren und denen der Künstler Gehör und Sichtbarkeit verleiht.  (Susanne Jakob)

Abb: Anton Petz, Die Macht der Bilder gegen die Ohnmacht (Überfahrt 2017),
con:text 2021 © Anton Petz

Vita


  • 1962 in Graz, lebt in München
    1981 – 1987 Studium der Malerei Akademie der Bildenden Künste Wien
    1987 Würdigungspreis des Bundesministeriums
  • Akademiefreundepreis
  • Auslandsstipendium Madrid
    1993 -1997 Gastprofessor, Akademie d. Bildenden Künste, Wien
    1996 Anerkennungspreis, Bauholding Kunstpreis für Malerei, Klagenfurt
    2013 Artist in Residency, Huantie Times Art Museum, Peking

Städtische Galerie im Kornhaus


  • Kunstbeirat –
    Max-Eyth-Strasse 19
    73230 Kirchheim unter Teck
    T. 07021/973032

Öffnungszeiten
Die Städtische Galerie im Kornhaus ist seit März 2020 wegen Umbauarbeiten geschlossen.
Die Ausstellung von Anton Petz findet an der Schnittstelle zum Stadtraum von 0-24 Uhr statt.

BYUNG CHUL KIM

FINISSAGE
Sonntag, 22. März 2020, 15 Uhr
mit Byung Chul Kim und Susanne Jakob
muss wegen der CORONA-PANDEMIE leider abgesagt werden.
Die Ausstellung selbst ist am 22. März 2020 von 11-17 Uhr geöffnet.

In der Ausstellung „Ich habe viel gemacht …“ zeigt der in Seoul/Korea geborene
Künstler Byung Chul Kim einen Querschnitt seiner bisherigen
künstlerischen Arbeit, die sich in Performances und Aktionen sowie in
Fotografie, Video und großformatigen Zeichnungen artikuliert.

Bekannt wurde Byung Chul Kim mit seinem einjährigen Projekt
„Performance-Hotel“ (2009–2010), „einem international rezipierten,
partizipativen Kunstprojekt im Stuttgarter Osten“. (wikipedia)
Kims Kunstprojekte kreisen um die Suche nach unterschiedlichen
menschlichen Ausdrucksmöglichkeiten (Lachen, Singen, u.a.), nach
Identität und nach nicht-materiellen Tauschmitteln, die im Unterschied
zum Geldwert einen humanen, ästhetischen Wert besitzen. Im
Performance-Hotel und im Performance-Express (Zugfahrten nach Paris,
Metz, Luxemburg, 2010–2011) konnte gegen eine Performance ein
Schlafplatz bzw. ein Zugticket erworben werden. Mit diesen Aktionen,
wie auch mit dem Projekt, „Humor-Restaurant“, bei dem sich der Gast
mit einer humorvollen Darbietung eine Mahlzeit verdienen konnte,
befragt der Künstler auch den Wert von ästhetischen Handlungen in
einem neoliberalen Wirtschaftssystem.

Byung Chul Kim, Humor Restaurant, Stuttgart 2010 © BCK

In den großformatigen Zeichnungen erweitert Kim sein Themenfeld auf
den naturwissenschaftlichen Kosmos. Während die grafische Serie „Der
kleine Künstler“ (2007) noch als Storyboard angelegt ist, weisen die
großformatigen, autonomen Zeichnungen beispielsweise aus der Serie
„Identität und Erscheinung“ (2015) auf Flug- und Bewegungsprotokolle
von Insekten oder auf taxonomische und medizinisch anmutende Tier- und
Menschenstudien hin.
Allen Werken Byung Chul Kims ist jedoch eines gemeinsam, die Liebe zum Kleinen und scheinbar Unwichtigen sowie eine Prise zenbuddhistischer Humor. (Susanne Jakob)

FÜHRUNGEN mit Monika Schaber
Sonntag, 1. März 2020, 15.30 Uhr
Sonntag, 8. März 2020, 15.30 Uhr

KURZBIOGRAFIE

Byung Chul Kim *1974 in Seoul)/Korea.
1998-2002: Studium der westlichen Malerei (Studiengang der bildenden Kunst) an der ChuGye University for the Arts in Seoul.
2002: Studienabschluss „Bachelor of Fine Art“ an der ChuGye University for the Arts in Seoul/Korea.
2004 hat Kim Korea verlassen, um in Deutschland bildende Kunst zu studieren.
2005-2011: Studium der freien Kunst mit Schwerpunkt Bildhauerei und neue Medien an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Werner Pokorny und Prof. Christian Jankowski.
2007: Gastsemester, Masterclass, Graduate Fine Art Programm California College of the Arts San Francisco / USA
2011 Studienabschluss: Diplom für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart.
Seit 2015 lebt und arbeitet Byung Chul Kim in Essen.

Header: Byung Chul Kim, „Hecheln“, aus der Fotoserie: Klaffen, Knurren, Hecheln, Schlabbern, Schwanzwedeln“, 2008 © BCK

andreasschneider

andreasschneider
< Überkandidelt
>

Eröffnung: Sonntag, 8. Dezember 2019, 17 Uhr
8.12.2019 – 26.1.2020

andreasschneider, Capri-Synergie, 2019 (Installation)
Aluminium, Leuchtmittel, Kabel, Holz, Folie, Schalttechnik, 1300 x 420 cm / h 380 cm, Foto © andreasschneider

Für die Ausstellung kurz vor der Sanierung des Kornhauses geht andreasschneider den Ort mit dem Thema Energie an. In Zeiten des globalen Klimawandels und der Diskussion um die Ausbeutung lebensnotwendiger Ressourcen ist das Thema Energie von aktueller Brisanz. Energie lässt sich speichern und transportieren. Energie wird genutzt und verbraucht. Jede Aktivität ist mit Energie verbunden. Zugleich ist Energie als lebendige Kraft und Antrieb ein Motor, der den Einzelnen aktiviert und ihn befähigt zu wirken, auch im Kontext der Kunst. Gibt es eine besondere Kunst-Energie? Brauchen wir die Kunst um Energie zu erfahren? Im Kontext der inszenatorischen künstlerischen Praxis von andreasschneider sollen gesellschaftliche Fragen zum Umgang mit Energie gestellt und im metaphorischen Bild die Grenzen der Nutzung von Energie bewusst werden, denn, so der Künstler, ,„wir sind die Energie“.

© andreassschneider, Gesamtansicht „Überkandidelt“, 8.12.2019 – 26.1.2020, Foto © andreasschneider
andreasschneider, Die Liebenden 2019
Lederimitat, Schaumstoff, Stopfwatte 300cm / D 50cm (je Objekt), Foto © andreasschneider

Der Ausstellungsraum wird mit zwei raumgreifenden bildhauerischen Positionen bespielt. Dabei wird ein selbstleuchtender Strommast geknickt in den Raum gedrückt. Dieser besteht ausschließlich aus „Leuchtstoffröhren“ und führt das unablässige Stromnutzen ad absurdum. Die geballte Leuchtkraft flutet den Raum. Als zweite Position werden zwei mannshohe, aus Holz gedrechselte Isolatoren gezeigt und die Isolationsfähigkeit wie auch der Brennwert von Holz in den Fokus gerückt. Zudem bilden die Isolatoren und der Mast als blendende Skulptur die Basis für die Stromleitungen, die somit unzertrennlich miteinander verbunden sind. Die skulpturalen Eingriffe wirken im Raum überkandidelt, also überspannt und überdreht, heiter und „ver-rückt“.

Die Ausstellung steht im Kontext der bevorstehenden Sanierung der Städtischen Galerie im Kornhaus. Dazu wird sehr viel Energie benötigt, welche der Kunst, Kultur und dem historischen Erbe der Stadt Kirchheim unter Teck im Nachgang zugute kommt.

Kuratorenführung mit Dr. Heiderose Langer
Samstag, 14. Dezember, 16.00 Uhr

Werkvortrag von Andreas Schneider
Im Anschluss: Gespräch mit Andreas Schneider und und Dr. Heiderose Langer
Samstag, 25. Januar 2020, 16.00 Uhr

andreasschneider

1969 geboren am 21. August in Basel
1985 Vorkurs für Metall, Allgemeinen Gewerbeschule Basel
1986 Lehre als Hochbauzeichner
1990 Gestaltung, Entwicklung und Umsetzung von Möbeldesign
2005 autodidaktische Aneignung als bildender Künstler
lebt und arbeitet in Basel

Auswahl Ausstellungen:

2019 Jugend-Kunst-Architektur-Projekt, Kunststiftung Erich Hauser | Lost in Control, Salon Mondial Basel (solo) | Gefällt, Villa Renata Basel/CH | 2018 Transenvironmental Exercises, Salon Mondial, Münchenstein/CH | Virtus-Vagabund, Europäische Tage des Denkmals, Bern/CH | 2017 Everywhere but Here, Cité internationale des Arts, Paris/F (solo) | Aux Lumières de la Mouche, Ilé Saint-Louis, Paris/F | Bex & Arts Triennale, L’energie, Bex/CH | 2016 Squeeze, Galerie Gisèle Linder Basel/CH (solo) | Geist & Luxus, Kloster Dornach/CH | Triennale UNIL, Université de Lausanne/VD | 2015 consequence, Projektraum utengasse sechzig Basel/CH (solo) | 2014 Vom Aufwachen mit der bestehenden Ordnung, Filter 4 Basel/CH (solo) | Ins rechte Lot – Trinkhalle, Kunst lokal Rheinfelden/CH

http://www.andreasschneider.name