FELICE VARINI

FELICE VARINI
„Douze points pour six droites“
Zwölf Punkte für sechs Geraden“
Eine temporäre Installation für die historische Innenstadt
von Kirchheim unter Teck
15. Oktober 2022 – 15. Januar 2023

Eröffnung: Samstag, 15. Oktober 2022, 17 Uhr
Location: Vor der Max-Eyth Straße 19, 73230 Kirchheim unter Teck

VORTRAG
Prof. Dr. Stephan Trüby zur Eröffnung am 15. Oktober 2022 zum Download

Der Kunstbeirat der Städtischen Galerie im Kornhaus hat den „Meister der illusionistischen Malerei „FELICE VARINI im Herbst 2022 in die Teckstadt eingeladen.
Ab Oktober 2022 werden Bewohner:innen und Besucher:innen von Kirchheim unter Teck in der unteren Max-Eyth Strasse von einer raumgreifenden Installation des Schweizer Künstlers begrüßt.

Exposition: Felice Varini Site-specific, Kirchheim unter Teck Photo: Clerin/Morin

Header: Felice Varini, „Douze points pour six droites“ / Zwölf Punkte für sechs Geraden“ (Ausschnitt), Photo: Clerin/Morin
Abbildung: Felice Varini, , „Douze points pour six droites“ / Zwölf Punkte für sechs Geraden“, site-specific installation, Kirchheim unter Teck 2022, Photo: Clerin/Morin

Exposition: Felice Varini Site-specific, Kirchheim unter Teck Photo: Clerin/Morin
Exposition: Felice Varini Site-specific, Kirchheim unter Teck Photo: Clerin/Morin

Felice Varini kommt ursprünglich von der Malerei. Im Unterschied zu seinen Malerkolleg:innen bevorzugt er statt der aufgezogenen Leinwand, urbane Oberflächen als Bildträger für seine farbintensiven Eingriffe.
Fassaden, Mauern, Türme, Straßen und Wände sind das häufigste Bezugsfeld für seine ortsbezogene, installative Malerei. Seine Werke entwickeln sich in Auseinandersetzung mit dem spezifischen Ort. Sie machen die Maßstäblichkeit einer urbanen Situation, deren Historie und Funktion, aber auch deren Blickachsen und räumliche Relationen sichtbar. In der Regel arbeitet der Künstler mit einfachen geometrischen Formen wie beispielsweise mit Kreis, Ellipse, Quadrat oder Dreieck; aber auch gerade, gebogene und gekrümmte Linien kommen als elementares grafisches Vokabular immer wieder zum Einsatz.

Für die Stadt Kirchheim unter Teck plant Felice Varini eine ortsbezogene Malerei mit dem Titel „Douze points pour six droites / Zwölf Punkte für sechs Geraden“. Den Ausgang bilden 12 Punkte im Stadtraum, von denen reflektierende Metallbänder in unterschiedlicher Breite diagonal über Hauswände, Giebel und Dächer gezogen werden, um sich optisch zu einem strahlenartigen Gebilde zu vereinen.

Die Anordnung der Farbbänder erfolgt nach einem ausgeklügelten perspektivischen Prinzip, das Varini über viele Jahre für seine raumbezogenen Arbeiten entwickelt hat. Dabei bedient sich der Künstler der Technik der anamorphosen Illusion, die vor allem im Barock beliebt war, um geheime und verbotene Botschaften mitzuteilen. So gibt es auch bei Varini immer nur einen spezifischen Blickwinkel (point of view), von dem aus die „komplette minimalistische Gestalt“  bzw. das „vollständige Bild“ gesehen werden kann. Beim Verlassen dieses Blickpunktes zerfällt es in einzelne Farbformen, die beim Durchqueren der Innenstadt auf den öffentlichen Flächen wie versprengte Fragmente eines großen Puzzles auftauchen. Durch das Verfahren der Umformung und optischen Verzerrung wird der malerische Eingriff des Künstlers zu einem stadträumlichen SUCHBILD, das die Aufmerksamkeit und perzeptive Mitarbeit der Betrachter*innen herausgefordert, aber auch deren detektivische Neugier weckt, sich an der Erschließung des Bildes zu beteiligen.

Der Kunstbeirat der Städtischen Galerie hat mit Felice Varini einen international anerkannten Künstler nach Kirchheim unter Teck eingeladen, der in über 50 Einzelausstellungen in Europa, den USA, Asien und Australien und in zahlreichen Kollektivausstellungen bisher zu sehen war.

Felice Varini
*1952 in Locarno/CH, lebt seit 1980 in Paris/F.
Link: http://www.varini.org/

Bei Projektbeginn liegt eine kostenlose DIN A5-Broschüre in allen öffentlichen Einrichtungen aus: CityRing, VHS, Rathaus, Bücherei, u.a.

ANGEBOTE FÜR SCHULKLASSEN

Der Kunstbeirat der Städtischen Galerie Kirchheim unter Teck bietet ab Mitte Oktober eine besonderes Kunstprojekt an, das sich sehr gut für den Besuch mit einer Schulklasse eignet. Die frei im Stadtraum rund um die Uhr zugängliche künstlerische Arbeit ist direkt auf die Fassaden von Häusern aufgebracht und ist in ihrem Erlebniswert für alle Klassen- und Altersstufen geeignet. Die künstlerische Installation regt zusätzlich dazu an, sich mit den Themen des Stadtraums, mit Perspektive und optischer Illusion auseinanderzusetzen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie das Angebot annehmen und sich mit Ihrer Klasse ein eigenes Bild von einem extra für Kirchheim geschaffenen Kunstwerk machen wollen.
Download Projektbeschreibung und Aufgabenstellung:

Arbeitsbeispiele für den Unterricht

Hans Holbein d.J. (1497 – 1543) „Die Gesandten“, 1533, Öl auf Holz, 203 x 210 cm, The National Gallery London (GB) Meisterwerke der Kunst, Neckar-Verlag, Mappe 41

William Hogarth (1697 – 1764), „Falsche Perspektive“, 1754, Kupferstich 20,8 x 17,2 cm, The British Museum London (GB) Meisterwerke der Kunst, Neckar-Verlag, Mappe 29

Kontakt:
Infomaterial: Faltblatt und Plakat bei Frau Antje Erb VHS Kulturring, Max-Eyth Straße 18, 73230 Kirchheim unter Teck: antje.Erb@vhskirchheim.de, Tel.: T. 07021/973032
Kunstbeirat: kontaktstef@staedtischegaleriekirchheim.com

BEGLEITPROGRAMM

Carla Feine (B.Sc. Architektur & Stadtplanung) 
URBAN SKETCHING
Mit unterschiedlichem Zeichenmaterial fangen wir direkt vor Ort damit an Architekturmotive, kleine (Alltags)Szenen und das städtische Treiben zu zeichnen. Es wird hierbei kein Anspruch auf Perfektion gelegt, sondern es geht um das spontane, skizzenhafte Festhalten von Augenblicken.
Bei den zeichnerischen Streifzügen durch die Kirchheimer Innenstadt sind ein Skizzenbuch oder Zeichenblock, diverse Stifte, wasserfeste Tuschen und farbige Kreiden mitzubringen. Falls möglich ein Falthocker. (Voraussichtlich können Falthocker geliehen werden)
Bei schlechtem Wetter behalten wir uns vor, immer wieder Innenräume mit Straßenblick aufzusuchen. Fachliche Voraussetzungen: Interesse am Zeichnen.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

TERMINESamstag, 5. November 2022, 15.00 -16.30 Uhr
TREFFPUNKTvor der Städtischen Galerie im Kornhaus, Max-Eyth Str. 19
Max. TEILNEHMER:INNEN8 Personen (Erwachsene + Jugendliche ab 16 Jahren)
FACHLICHE VORAUSSETZUNGENInteresse am Zeichnen
ANMELDUNGkontaktsuja@staedtischegaleriekirchheim.com

Streifzüge entlang der Farblinien von Felice Varini
Kunstbeirat: Susanne Jakob und Monika Schaber.
Auf unseren Streifzügen entlang der Farblinien von Felice Varini bieten wir Bewegung in Verbindung mit ästhetischer Erfahrung und Information an.
Die Teilnahme ist kostenfrei!

TERMINE
Sonntag, 6.11.2022, 15.00 – 15.45 UhrSonntag, 27.11.2022, 15.00 – 15.45 Uhr
BUCHUNG Streifzüge f. Gruppen
kontaktsuja@staedtischegaleriekirchheim.com
TREFFPUNKTVor der Städtischen Galerie im Kornhaus, Max-Eyth Str. 19,  73230 Kirchheim unter Teck
Mindestteilnehmerzahl3 Personen
ANMELDUNGkontaktsuja@staedtischegaleriekirchheim.com

Architektonisches Freihandzeichnen
Kunstbeirat (Prof. Florian van het Hekke):
Skizzieren dient der Sensibilisierung der Wahrnehmung, wenn wir zeichnen schauen wir genauer hin, erlernen Proportionen. Gleichzeitig prägt sich das Gezeichnete stärker ein. Größenverhältnisse des Raumes und architektonische Zusammenhänge sollen erkannt, abstrahiert und aussagekräftig dargestellt werden. Es geht darum, die perspektivischen Regeln zu verstehen, um architektonischen Raum richtig darzustellen.
Bitte mitbringen: Skizzenbuch A5 oder A4, weisse Seiten, keine losen Blätter, weiche Bleistifte (HB – 6B), Minenstifte, Falthocker

Die Teilnahme ist kostenfrei!

TERMINE
Samstag, 12. November 2022, 14.00 – 16.00 UhrSamstag, 17. Dezember 2022, 14.00 – 16.00 Uhr
TREFFPUNKTTreffpunkt vor der Städtischen Galerie im Kornhaus, Max-Eyth Str. 19
Max. TEILNEHMER:INNEN8 Personen (Erwachsene + Jugendliche ab 16 Jahren)

FACHLICHE VORAUSSETZUNGEN
Interesse am Zeichnen
ANMELDUNGkontaktsuja@staedtischegaleriekirchheim.com

„Douze points pour six droites“ wird gefördert von der Stadt Kirchheim unter Teck, der Baden-Württemberg Stiftung; Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia; Stiftung Kreissparkasse, Esslingen; Württembergische Gemeindeversicherung Stiftung, Stuttgart; LBBW Stiftung, Stuttgart; Seyfried & Wiedemann GmbH, Frickenhausen; MECO GmbH, Kirchheim; Mietpark JENZ, Wolfschlugen; Architektenkammer Baden-Württemberg, Domino Stiftung, Reutlingen, mehr+architekten, Kirchheim und Hotel Waldhorn, Kirchheim unter Teck.

Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Stadt Kirchheim unter Teck und dem Freundeskreis des Kunstbeirates statt.
https://staedtischegaleriekirchheim.com/freundeskreis-des-kunstbeirats-fdk/

Ortsbesichtigung mit Felice Varini und Assistentin und Kurator Florian van het Hekke 03/12/2021 © Susanne Jakob

Wir danken für die Unterstützung:

PROGRAMM – MON RAMBOU

Stadtprojekt MON RAMBOU – Kirchheim unter Teck

des S_A_R Projektbüros/ HBKsaar, Saarbrücken

Programm am Rambouilletplatz 

13.7. – 19.7.2013
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13.7. 2013 – 8.9. 2013

Hängematten und Spiele u.v.a. für Alle.
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„PROGRAMM – MON RAMBOU“ weiterlesen

SERGE LE SQUER 2011

SERGE LE SQUER 
Den Alltag aneignen

In der Fotoserie "Supermarché - Usine" greift
Le Squer Aspekte des Arbeits- und Alltagslebens auf und eröffnet
neue Sichtweisen auf Körper,Raum und Kapital. Speziell die fotogra-
fischen Arbeiten werfen die Frage auf, inwieweit sich alltägliche
Produktionsabläufe, die Akkumulation von Material und Waren sowie
ökonomisches Denken in der Gestaltung von Räumen abbilden.(SJ)

The Marseille (France) based artist Serge Le Squer developed in
recent years, an extensive work, which consists of photography, film,
art objects, text animations and interventionist practices together.
The public gallery im Kornhaus shows from July 17 to September 18,
2011 objects, text animations as well as a selection of photographic
works that have taken mainly in Kirchheimer companies.
In the photografic work Le Squer points out aspects of work and
everyday life and opens up new perspectives on body, space and
capital. Specifically, the slideshow „Supermarché - Usine“ raise the
question of the representation of everyday production processes, the
accumulation of material and goods and economic thinking in the
design(ing) of rooms.
The title of the exhibition "simplify everyday life" has in this
case aspects to a spatial organizing principle that is both part of
modern conditions of production and the accumulation and
presentation of merchandise.(SJ/CH)